Fortbildung: Sexualität und Behinderung
Do. 12.11.2026 | 09:30 - 17:30 Uhr & Fr. 13.11.2026 | 09:00 - 15:00 in Marburg
Freie Plätze
Beschreibung
Frühbucher bis 15.07. | 329 € Normalpreis ab 16.07. | 375 € Die Gruppe der Menschen mit Behinderung wird häufig auf ein Klischeebild reduziert. Dabei handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe mit vielfältigen Behinderungsformen: Menschen mit Lernschwierigkeiten, Körperbehinderungen, Autist*innen, blinde und gehörlose Menschen, chronisch kranke Menschen sowie Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen. Gerade im Bereich Sexualität werden häufig grundlegende Rechte aberkannt und sinnliche Bedürfnisse problematisiert. Dies zeigt sich auch in der sexualpädagogischen Praxis: Obwohl die Zielgruppen sehr heterogen sind, orientieren sich viele Angebote nur unzureichend an den Lebensrealitäten behinderter Menschen – etwa aufgrund von hoher Fremdbestimmung und fehlender Privatsphäre. Auch Fachkräfte (z. B. Ärzt*innen, Therapeut*innen) klammern das Thema Sexualität häufig aus, meist auf Grund von Unsicherheiten und fehlendem Wissen. Hinzu kommt ein Spannungsfeld unterschiedlicher Zielvorstellungen: Während Unterstützer*innen oft Schutz und Vermeidung in den Fokus stellen, geht es für viele Menschen mit Behinderung um Selbstbestimmung und sinnliche Erfahrungen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie (sexual-)pädagogische Angebote für Menschen mit Behinderung sowie ihr Umfeld (Fachkräfte, Eltern) gestaltet werden können, um sexuelle Selbstbestimmung und ein subjektiv befriedigendes Sexualleben zu fördern. Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, welche Materialien geeignet und welche rechtlichen Aspekte relevant? In dieser Fortbildung werden zentrale Begriffe geklärt, die Auswirkungen von Ableismus auf Sexualität beleuchtet sowie rechtliche Grundlagen sexueller Selbstbestimmung vermittelt. Methoden und Materialien werden vorgestellt und praktisch erprobt, zudem werden anhand von Fallbeispielen inklusive Handlungsansätze entwickelt. Inhalte • Sexualitätsentwicklung und mögliche Erschwernisse • Begrifflichkeiten • Rechtliche Aspekte • Praxisbeispiele (Schule, Eingliederungshilfe, Beratung etc.) • Themen wie Kinderwunsch, Dating, Sexualassistenz, Verhütung, Partner*innenschaft, Identität • Reflexion des Spannungsfeldes: eigene Haltung – institutionelle Vorgaben – sexuelle Selbstbestimmung • Materialien und Methoden Methoden Kurzvorträge, Diskussionen, Reflexion, Kleingruppen- und Fallarbeit, sexualpädagogische Methoden Referentin Meline Götz, Soziale Arbeit B.A., personen- und emotionsfokussierte Beraterin, Sexualpädagogin (gsp) und Yogalehrerin






Termine dieser Veranstaltung
Umbuchung & Kündigung
Eine kostenfreie Stornierung Ihrer Teilnahme ist bis 8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn möglich. Bei einer Stornierung bis 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn behalten wir uns das Recht vor 30 % der Teilnahmegebühren einzubehalten. Bei einer späteren Stornierung (weniger als 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn) oder bei Nichterscheinen behalten wir uns das Recht vor 50 % der Teilnahmegebühren einzubehalten. Selbstverständlich können Sie jederzeit eine Ersatzperson benennen, die den Platz übernimmt. Sollte der frei gewordene Platz durch eine Ersatzperson oder über die Warteliste neu vergeben werden können, erstatten wir bereits gezahlte Teilnahmegebühren innerhalb von 14 Tagen vollständig zurück. Der Veranstalter behält sich vor, die Fortbildung bis spätestens 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn abzusagen, sofern die Mindestteilnehmendenzahl nicht erreicht wird oder andere wichtige Gründe vorliegen (z. B. höhere Gewalt). In diesem Fall werden bereits gezahlte Teilnahmegebühren innerhalb von 14 Tagen vollständig zurückerstattet.
Kontaktangaben
Institut für Sexuelle Bildung, Liebigstraße, Marburg, Germany
+49 179 573 7309
hallo@institut-sexuellebildung.com

